Mein Bekannter hatte schon am Telefon mit einer Menge Infos und Kontakten herausgesprudelt, aber statt mir einfach eine Mail mit den besprochenen Kontakten zu schicken, bestellte er mich in ein Café
“Also, was brauchst du?”, begann er ohne Umschweife und begann in seinem Handy zu tippen. Es folgte ein Telefonat auf Türkisch. Erst nach ein paar Momenten begriff ich, dass es dabei um mein Anliegen ging.
“Gut, Cem wird für dich ein paar Kontaktein herstellen”, sagte mein Bekannter nach dem Telefonat. “Ruf ihn an, wenn du in Istanbul bist. Er holt dich bei deinem Hostel ab.”
Er diktierte mir seine Nummer. Dann schob er mir sein Handy hin und tippte auf eine Email Adresse. Dem könne ich schreiben, wegen des Rückkehrerthemas.
“Was noch? Deine Kollegin braucht einen Journalisten? ok…” Wieder telefonierte er nach Istanbul.
“Und sonst? Jemand von einer Umweltschutzorganisation, einen Künstler vielleicht? Oder hier, dieser Freund von mir kann dir einen Termin bei einem bekannten Schriftsteller machen.”
Super, nehm ich alles mit. Ich notierte die Mailadressen und Nummern und kontaktieren die Leute in den Tagen darauf.
Eine Woche später, also wenige Tage vor Abreise, hatte ich immer noch nichts Konkretes, aber das beunruhigte mich nicht im Geringsten. Ich war bereits viel in Asien unterwegs und dort ist es genauso. Bis fünf vor zwölf bleibt alles ungewiss und am Ende klappt es doch.
“Ist es in der Türkei also auch so, dass Termine sich eher spontan ergeben? Und muss man sich da auch vorher immer auf einen Tee treffen?”, fragte ich meinen Bekannten, bevor ich mich verabschiedete. “Ja genau”, sagt er und grinste breit. “Nicht wie hier, wo man alles drei, vier Wochen vorausplant.”
Wie durch Zauberhand fügte sich so einen Tag vor Abreise alles zusammen. Nun habe ich einen vollen Terminplan und bin gespannt.








