Muffins, Kunst und eine Prise Salz

Kaum da und der mentale Speicher ist schon ordentlich voll. Die erste Nacht im 6er Zimmer: Mein Doppelstockbett-Partner rüttelt nachts am Bettgestell, dass meine, ich läge in einer Kajüte bei mittelschwerem Seegang.

Nichtsdestotrotz ist der Schlaf ausreichend, um die Herausforderung des ersten Tages ausgeruht zu bewältigen. Während der Dolmetscher Termine mit meinen Protagonisten für mich organisiert, nutze ich die freie Zeit und begleite Jenny zu ihrem Treffen mit einer deutschen Kuratorin. Die Fahrt mit der Fähre nach Karaköy beschwingt die Gemüter. Bis unsere Verabredung eintrifft, essen wir – ziemlich untypisch türkisch – frisch gemachte Schoko-Muffins, mmhh. Im Innenhof des Salt-Instituts erfahren wir viel über die Etablierung der Kunstszene in Istanbul. Die Sonne knallt von oben, ein Hauch von Sommer – ich hatte schon fast vergessen, wie warm es werden kann angesichts des zähen Winters in Deutschland. Kurze Abkühlung in der hochmodernen Bibliothek des Salt-Institutes – ein Traum für alle Kunstinteressierten. Gemeinsam mit unserer Protagonistin schlendern wir anschließend durch die Altstadt, hinauf zum Taksim-Platz entlang der Hauptstraße. Ein Mekka für Shoppingfreunde. Die Menschen strömen in alle erdenklichen Richtungen, ich fühle mich wie in einem großen Fischschwarm. Mit dem Dolmus geht es noch eben zur Vernissage – ein kühles Blondes zum Abschluss, welch’ lohnender Tag!