Was für eine Stadt!

Istanbul begrüsst uns am ersten Tag mit Sonne und fast 25 Grad. Und die Menschen begegnen mit einer Freundlichkeit und Gastfreundschaft, die umhaut.

Gleich am ersten Tag werde ich vier mal eingeladen:

ein Gesprächspartner besteht selbst unter massiver Gegenwehr darauf, den Tee zu zahlen: schließlich sei ich der Gast.

Ein Popcorn-Verkäufer, den ich ein Foto bitte, drückt mir anschließend eine Tüte frisches Popcorn in die Hand.

Planlos herumwandernd auf der Suche nach einem Dolmuş, einem der Sammeltaxis, nimmt mich ein junger Kerl in Schlepptau und bevor er mr umständlich den Weg erklärt hat, fährt er mich halt fix zur Haltestelle. Er müsse sowieso da lang. Sein Vater habe in Wiesbaden studiert, erzählt er freudestrahlend.

Eine halbe Stunde später lande ich an einer Bushaltestelle, wo ich umsteigen muss. Drei Busse fahren vorbei und nehmen mich nicht mit, weil ich nur Bargeld, aber keine Chipkarte habe. Kurzerhand nimmt mich ein älterer Mann mit auf seine. Er lebt seit 40 Jahren in München und ist gerade auf Familienbesuch. Während der Fahrt vorbei an der alten Stadtmauer am Ufer des Bosporus erzählt er, wie er als Kind mit dem Dreirad ins Wasser gefallen und später mit seinen Freunden heimlich schwimmen gegangen ist. Das war, bevor jenseits der Stadtmauer Landgewinnung betrieben und der Grünstreifen mit der Küstenstraße angelegt wurde. Er ist ein wenig wehmütig angesichts der Menschenmassen und verstopften Straßen, die Istanbul heute ausmachen.

Doch ich habe mich von all diesen unglaublich freundlichen Begegnungen überwältig, schon am ersten Tag in diese Stadt verliebt.

Istanbul’a seviyorum!! Türk’leri seviyorum!!