Müllwühler. Quallen im Bosporus, wie Plastiktüten. Noch 281 Tage: Ein deutsch-türkischer Soldat vor dem Topkapı-Palast sehnt sich nach dem Ende seines Wehrdienstes, der Monotonie. Bunte Tücher, bunte Gewürze. Durst. Mittagessen für 70 Cent am Straßenrand, 7 Euro für eine Handvoll Trockenobst im Ägyptischen Bazar. Starrende Männer, ignorierende Männer. Wimmernde Muezzine. Jammernde Katze. Vor den Autos wegrennen. Rückwanderin, die Auswanderin ist, die Deutsche ist, und Türkin. Reden mit Händen und Füßen. Drängeln. Bar im fünften Stock, offene Wand, oben der Himmel, unten Menschen als Ameisen. Trommelnde Kinder, barfuß. Leben ist draußen. Zehenspitzen auf Teppichboden. Weißbrot, schwarze Augen. Man kommt leicht ins Gespräch, dann fehlen die Worte. Gefälschte Uhren, wahre Freundlichkeit. Die Luft riecht anders. Bekannt, aber nicht vertraut. Kommste heut nicht, kommste morgen.








