Unordnung ist das ganze Leben

17.34 Uhr. Seit viereinhalb Stunden wieder in Deutschland. Zwischenstand: Ich vermisse Istanbul. Dabei war mein erster Eindruck: Zu laut, zu voll, zu unordentlich.

Nun blicke ich hier aus dem Fenster und sehne mich nach der Magie, der Energie, dem Bunten. Der gestrige Abend begann in einem schicken Restaurant am Meer beim gemeinsamen Abschlussessen, und endete für einige in einer Tanzbar. Die Simmung war berauschend: Fremde waren Freunde, jeder zugewandt, die Musik knipste ein inneres Licht an, in der Luft die Lust, da zu sein. Istanbul ist ein Sog, und ich bin angefixt. Und Tübingen? Zu leise, zu leer, zu ordentlich.